Beinorthese - 
Charcot Fuß

Ausgangssituation: 
Ein innovatives Projekt wurde initiiert, um für frisch operierte Patienten eine spezielle Beinorthese zu entwickeln. Ziel war es die Patienten schnell wieder mobil zu machen. 

Diese Anfrage kam direkt von Kliniken, die eine effiziente Lösung für diese anspruchsvolle medizinische Herausforderung suchten.

Herausforderungen:

Früher kam zur Erstellung einer Beinorthese ein händischer und aufwendiger Prozess zum Einsatz. Dabei wurden Modelle von den Patientenfüßen abgenommen, um diese anschließend zu gießen und als Basis für die Orthesen-Modellierung zu nutzen. Dieser Prozess dauerte 3 bis 4 Tage pro Orthese und war zeit- und personalintensiv.

Lösungsansatz:

Wir entwickelten einen digitalen und effizienteren Prozess zur Erstellung der Beinorthese. Der Fuß des Patienten wurde direkt vor Ort durch einen Mitarbeiter eines Sanitätshauses gescannt. Anschließend passte man die Scandaten mit einer speziellen Software auf den Patienten individuell an bzw. modellierte diese nach. Die erstellten CAD-Daten gingen anschließend an unser Team in Lichtenfels. 

Durch einen teilautomatisierten Konstruktionsprozess entstanden aus den CAD-Daten druckfähige 3D- Modelle, die anschließend auf speziellen pulverbettbasiernenden Druckern gefertigt wurden. Kombiniert mit konfektionierten Carbonstäben die einzelnen Komponenten anschließend als Bausatz an das Sanitätshaus versendet. Dort wurden sie mit Schaum, Bändern und Abrollung bzw. Sohlen versehen und fertig montiert. 

Danach erfolgte die finale Anpassung vor Ort im Krankenhaus für die Patienten. Zur Überprüfung der Lebensdauer und Belastungsgrenzen entwickelten wir einen eigenen Teststand für Dauer- und Belastungstests und führten entsprechende Testreihen durch. Die entsprechenden Testreihen erfolgten unter fortlaufender Einbeziehung der Ergebnisse in die Design-FMEA.

Ergebnis:

Dank der neuen digitalen Prozesskette konnten acht Patienten erfolgreich mit der neuen Beinorthese laufen. Der innovative Ansatz spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Präzision und Anpassungsfähigkeit der Orthese. Dies führt zu einer schnelleren Rehabilitation und einer deutlich höheren Patientenzufriedenheit. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass problemlos Patientendaten später weiter für die Behandlung genutzt werden können. Ein möglicher Ersatz der Orthesen ist aufgrund der bereits vorhandenen Daten ebenfalls schneller und einfacher möglich.

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